Neues vom Nationalpark Donauauen

Neues vom Nationalpark Donauauen

08.04.2021

Rosa Schleim an Bäumen?

Deutlich zeigt sich dieser Tage an Laubbäumen, vor allem Hainbuchen, ein Phänomen, das irritiert und doch fasziniert. Nationalparkförster Franz Kovacs von den Österreichischen Bundesforsten ist der Sache auf den Grund gegangen und berichtet: Die weithin sichtbare rosa Substanz ist harmlos, es handelt sich dabei um Bakterien bzw. Hefepilze. Besonders zu Frühlingsbeginn ist das Erscheinungsbild auffällig.

Die ganze Geschichte finden Sie aktuell im Blog: https://blog.donauauen.at/rosa-schleim-an-baeumen/


26.2.2021

PlasticFreeDanube: Ein Projekt mit Nationalparkbeteiligung liefert wertvolle Erkenntnisse

Plastikabfall stellt auf regionaler sowie globaler Ebene, in Fließgewässern und Ozeanen eine Herausforderung dar. Flüsse werden als einer der Hauptpfade für die Verschmutzung angesehen, jedoch gab es bislang kaum Wissen zu den Quellen des Mülls. Ein mehrjähriges Projekt widmete sich den Verschmutzungen im Donauabschnitt zwischen Wien und Gabčíkovo.


Das österreichisch-slowakischen INTERREG-Projekt PlasticFreeDanube gab erstmals einen Überblick über Transport und Ablagerung von Abfall in der Donau. Fokussiert wurde auf Makro-Kunststoffverschmutzungen (Partikelgröße > 5 mm) von Wien bis zum Kraftwerk Gabčíkovo, Slowakei. Projektpartner waren das Institut für Abfallwirtschaft und das Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie und konstruktiven Wasserbau an der BOKU – Universität für Bodenkultur Wien, viadonau, das Polymer Institute der Slowakischen Akademie der Wissenschaften, RepaNet und der Nationalpark Donau-Auen.

Der Schwemmmüll, den die Donau laufend in den Uferzonen anlagert, stellt ein großes Umweltproblem im Nationalparkabschnitt dar. Nationalparkdirektorin Edith Klauser erläutert: „In regelmäßigen Arbeitseinsätzen, bei welchen uns Freiwilligengruppen von Betrieben, Vereinen und Organisationen sowie Mitglieder unseres Jugendprogramms Junior Ranger unterstützen, wird der Müll händisch eingesammelt. Doch mit jedem höheren Wasserstand gelangen wieder neue Abfallfrachten ins Schutzgebiet.“
Der im Zuge der Einsätze im Nationalpark Donau-Auen aufgegriffene Müll wurde während der Projektperiode durch die Fachleute laufend analysiert und trug zum Datengewinn bei.

Ziele des Projekts waren die Etablierung von Wissen zu Kunststoffverschmutzungen sowie Anteilen und Zusammensetzung und die Festlegung standardisierter Methoden zur Einschätzung von Eintragsquellen, Mengen, Transportverhalten, Akkumulierung, Abbau und Umweltgefahren. Rund 2.000 Kilogramm gesammelter Plastikabfall wurden sortiert und wissenschaftlich untersucht. Die Ergebnisse wurden im Zuge einer Online Abschlusskonferenz am 23. Februar präsentiert.

Wichtige Erkenntnisse über die Frachten entlang der Donau konnten gewonnen werden. Fast die Hälfte des Mülls in der Donau dürfte durch „Littering“ verursacht werden, also achtloses oder bewusstes Wegwerfen von Verpackungen. So sind an den Ufern des Nationalpark Donau-Auen vor allem Haushaltskunststoffe sowie zahllose PET Getränkeflaschen vorzufinden. Durch Messungen und Computermodelle konnte erhoben werden, wie sich die einzelnen Kunststoffteile im Fluss bei unterschiedlichen Wasserständen verhalten. All diese Daten tragen zur Entwicklung zukünftiger Standards in Sachen Plastikvermeidung an der Donau bei. Ein kommender „Action Plan“ wird Empfehlungen für Maßnahmen zur Reduktion des Plastikeintrages in die Donau ebenso enthalten wie für Maßnahmen zur effizienten Beseitigung des bereits eingetragenen Kunststoffs.

Langfristig soll auch vermehrt Bewusstsein bei der Bevölkerung für die Problematik des Kunststoffmülls geschaffen werden, damit die Eintragsmengen sich verringern. Um bereits bei Kindern anzusetzen, wurden im Zuge des Projektes Unterrichtsmaterialien entwickelt, die das Thema altersgerecht aufarbeiten.

Mehr Information auf https://plasticfreeconnected.com/


07.01.2021

Tipp für Nationalparkgäste: Jetzt die neuen Folder bestellen

Die Veranstaltungssaison 2021 steht im Zeichen des Jubiläums 25 Jahre Nationalpark Donau-Auen. Ein umfassendes Programm wartet auf Schulen, Individualgäste, Familien und Gruppen. Die aktuellen Broschüren werden kostenfrei zugesandt.

Der Nationalpark Donau-Auen bewahrt seit 25 Jahren eine in Mitteleuropa einzigartige Flussauenlandschaft als Naturerbe und Erholungsraum. Zahlreiche Maßnahmen in der Vergangenheit, von Gewässerrenaturierung bis zu Artenschutz, wurden bereits erfolgreich umgesetzt, weitere sind in Planung. Ein vielfältiges Exkursionsprogramm wurde entwickelt, dieses bringt Gästen den Wert und die Besonderheit der Flusslandschaft näher.

Das heurige Jubiläum wird mit eigenen Festveranstaltungen begangen werden, daneben warten viele bewährte Angebote wie Themenwanderungen, Bootstouren, Nationalparkcamps sowie die Programme im schlossORTH Nationalpark-Zentrum mit seinem Auerlebnisgelände Schlossinsel. Individualgäste, Familien, Kindergärten und Schulen finden alle Informationen gebündelt in einem handlichen Folder. An Reisebüros sowie Busunternehmen richten sich eigene attraktive Gruppenpackages, die entsprechende Broschüre stellt sämtliche Angebote der niederösterreichischen Nationalparks Donau-Auen und Thayatal gemeinsam vor.

Alle Touren werden von Nationalpark-Rangerinnen und -Rangern begleitet und gemäß den jeweils aktuellen behördlichen Bestimmungen zur Covid-19 Prävention kontaktlos gestaltet.

Die Prospekte der Saison 2021 können kostenfrei unter Tel. +43 2212/3555 oder schlossorth@donauauen.at angefordert werden. Weiters stehen sie als Download auf der Nationalparkwebseite www.donauauen.at zur Verfügung. Dort gibt es auch laufend aktuelle Informationen zu den kommenden Schwerpunkten des 25 Jahre-Jubiläums.

2021-04-11T21:35:21+00:00 11. April 2021|News|
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